{"id":2405,"date":"2016-08-24T14:17:45","date_gmt":"2016-08-24T18:17:45","guid":{"rendered":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/?p=2405"},"modified":"2017-01-01T12:08:23","modified_gmt":"2017-01-01T17:08:23","slug":"korrespondenz-nachrichten-leipzig-anfang-april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/?p=2405","title":{"rendered":"&#8220;Korrespondenz-Nachrichten. Leipzig, Anfang April.&#8221;"},"content":{"rendered":"<div id=\"aei-root\" lang=\"en-GB\"><!-- suid=150 --><\/p>\n<dl id=\"aei-dl-meta\">\n<dt>Performer Name:<\/dt>\n<dd>Wolff<\/dd>\n<dt>Performance Venue:<\/dt>\n<dd>Leipzig<\/dd>\n<dt>Performance Date:<\/dt>\n<dd class=\"aei-half-line-below\">1826<\/dd>\n<dt>Author:<\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/dd>\n<dt>Date Written:<\/dt>\n<dd>1826<\/dd>\n<dt>Language:<\/dt>\n<dd class=\"aei-half-line-below\">German<\/dd>\n<dt>Publication Title:<\/dt>\n<dd>Morgenblatt f\u00fcr gebildete St\u00e4nde<\/dd>\n<dt>Article Title:<\/dt>\n<dd>Korrespondenz-Nachrichten. Leipzig, Anfang April.<\/dd>\n<dt>Page Numbers:<\/dt>\n<dd>408; 412<\/dd>\n<dt>Additional Info:<\/dt>\n<dd class=\"aei-half-line-below\">29 April &#038; 1 May 1826 issues (Nos. 102 &#038; 103)<\/dd>\n<dt>Publisher:<\/dt>\n<dd>J. G. Cotta&#8217;sche Buchhandlung<\/dd>\n<dt>Place of Publication:<\/dt>\n<dd>Stuttgart<\/dd>\n<dt>Date Published:<\/dt>\n<dd>1826<\/dd>\n<\/dl>\n<p class=\"aei-one-line-down\"><strong>Text:<\/strong><\/p>\n<blockquote id=\"aei-blockquote\" lang=\"de\">\n<p>[408] Leipzig, Anfang April.<\/p>\n<p>Am 3. April gab Hr. <i>Dr.<\/i> Wolff, von seinem Aufenthalt in Dresden zur\u00fcckgekehrt, seine zweyte improvisatorische Abendunterhaltung, mit welcher er seiner Ank\u00fcndigung nach zum <i>lezten<\/i> Mal als Improvisator \u00f6ffentlich auftritt. Er w\u00e4hlte zuerst <i>Regulus Abschied von den R\u00f6mern<\/i>, nach meiner Ansicht die in jeder Beziehung gelungene Leistung dieses Abends, kr\u00e4ftig, frey und in sich geschlossen; dann <i>Noahs Entz\u00fccken bey Erblickung des Regenbogens<\/i>\/ Abgesehen da\u00df die Ausf\u00fchrung dieses Themas etwas gedehnt war, und Verse vorkamen, wie: <\/p>\n<pre class=\"aei-poetry1\">\r\nAls ich Herr die Arche offen machte, \r\n<\/pre>\n<p>so schadete sich Hr. Wolff noch dadurch, da\u00df er in den ersten Zeilen gleich die Erscheinung mit nackten Worten ank\u00fcndigte, Kurz <i>vor<\/i> dem Schlusse waren eigene wirksame Stellen, wo Noah die Seinigen auffordert, die Arche zu verlassen, mit den Worten:<\/p>\n<pre class=\"aei-poetry1\">\r\nNun heraus: blickt nach dem hellen Licht.\r\nDroben hat der Herr geschrieben,\r\nWer mir folget, den verla\u00df ich nicht.\r\n<\/pre>\n<p>(Die Fortsetzung folgt.)<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>[412] Leipzig, Anfang April. <\/p>\n<p>(Fortsetzung.)<\/p>\n<p>Die dramatische Aufgabe, welche Hr. <i>Dr.<\/i> Wolff w\u00e4hlte, war Ruth und Boas. Die schnelle Anordnung und Ausf\u00fchrung bew\u00e4hrte wieder die Gewandtheit des Hrn. Wolff. Nur unzweckm\u00e4\u00dfig finde ich, da\u00df er auch bey diesem Stoffe den Chor anbrachte, den er \u00fcberhaupt bey seinen dramatischen Versuchen anzuwenden liebt. &mdash; Die\u00dfmal hatte er auch einige komische Aufgaben zu losen versprochen. Er w\u00e4hlte das <i>Lob auf Xantippens Reize<\/i>, mit dem Anfangswort <i>greulich<\/i>, und dem Refrain: wenn mich deine Liebe nun begl\u00fcckt; entledigte sich gl\u00fccklich dieser Fesseln, und schlo\u00df mit dem angenehmen Komplimente gegen die anwesenden Damen:<\/p>\n<pre class=\"aei-poetry1\">\r\nMi\u00dflungen wohl ist die\u00df Gedicht; \r\nDenn die mich begeistern sollte, \r\nDie Xantippe ist hier nicht!\r\n<\/pre>\n<p>Es folgten noch einige komische Sonette, deren Themen ihm gegeben wurden, ja Hr. Wolff lieferte deren noch mehr als er \u00f6ffentlich versprochen. Hier hat man am meisten Gelegenheit, die Fertigkeit des Verfassers in der gereimten Versifikation zu bewundern; denn er sprach so schnell, da\u00df es nicht m\u00f6glich war, ein solches Sonett vollst\u00e4ndig aufzufassen. Das erste Sonett sollte ausdr\u00fccken: die Empfindungen eines Handschuhmachers, der seiner Liebsten ein Parr Handschuh seiner Arbeit verehrt; das zweyte &quot;Gedanken eines Liebhabers, der sich den Mund wischt, w\u00e4hrend ein andrer seine Sch\u00f6ne k\u00fc\u00dft&quot;, war das Gelungenste, indem es ohne eine Verletzung der Form die Erinnerung an Don Quixote vom Anfang bis zu Ende durchf\u00fchrte. Der Mondscheinphantasie eines hungrigen Schneiders als komische Parodie auf Theklas Klage fehlte es, wie solchen Parodien gew\u00f6hnlich, an freyem Humor: desto gelungener und individueller war &quot;der Liebesseufzer einer alten Jungenmagd&quot; &mdash; denn man nahm dabey wahr, wie schnell sich Hr. Wolff mit hiesigen Sitten bekannt gemacht hatte. Im Uebrigen beziehe ich mich auf das, was ich schon in meinem lezten Berichte \u00fcber Hrn. Wolffs Leistungen gesagt habe. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"aei-one-line-down\"><strong>Notes:<\/strong><\/p>\n<div id=\"aei-blocktext\">\n<\/p><\/div>\n<dl id=\"aei-dl-meta-unimportant\">\n<dt>Collected by:<\/dt>\n<dd> EW<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A news article reports on O. L. B. Wolff&#8217;s improvisation in Leipzig, commenting on which elements of his performance were successful, and which less so. The author admires in particular Wolff&#8217;s ability to improvise sonnets at breakneck speed. <\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27,134],"tags":[154,126],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2405"}],"collection":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2405"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3103,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2405\/revisions\/3103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}