{"id":694,"date":"2016-05-13T22:48:02","date_gmt":"2016-05-14T02:48:02","guid":{"rendered":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/?p=694"},"modified":"2016-08-25T11:31:40","modified_gmt":"2016-08-25T15:31:40","slug":"suid217","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/?p=694","title":{"rendered":"Johann Reinhold Forster, <i>Bemerkungen \u00fcber Gegenst\u00e4nde der physischen Erdbeschreibung, Naturgeschichte und sittlichen Philosophie auf seiner Reise um die Welt gesammlet<\/i>"},"content":{"rendered":"<div id=\"aei-root\" lang=\"en-GB\"><!-- suid=217 --><\/p>\n<dl id=\"aei-dl-meta\">\n<dt>Performer Name:<\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/dd>\n<dt>Performance Venue:<\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/dd>\n<dt>Performance Date:<\/dt>\n<dd class=\"aei-half-line-below\">&nbsp;<\/dd>\n<dt>Author:<\/dt>\n<dd>Johann Reinhold Forster<\/dd>\n<dt>Date Written:<\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/dd>\n<dt>Language:<\/dt>\n<dd class=\"aei-half-line-below\"> German<\/dd>\n<dt>Publication Title:<\/dt>\n<dd> Johann Reinhold Forster&#8217;s Bemerkungen \u00fcber Gegenst\u00e4nde der physischen Erdbeschreibung, Naturgeschichte und sittlichen Philosophie auf seiner Reise um die Welt gesammlet. uebersetzt und mit Anmerkungen vermehrt von dessen Sohn und Reisegef\u00e4hrten Georg Forster<\/dd>\n<dt>Article Title:<\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/dd>\n<dt>Page Numbers:<\/dt>\n<dd>402-03; 406-07; 411-12<\/dd>\n<dt>Additional Info:<\/dt>\n<dd class=\"aei-half-line-below\">&nbsp;<\/dd>\n<dt>Publisher:<\/dt>\n<dd>Haude und Spener<\/dd>\n<dt>Place of Publication:<\/dt>\n<dd> Berlin<\/dd>\n<dt>Date Published:<\/dt>\n<dd> 1783<\/dd>\n<\/dl>\n<p class=\"aei-one-line-down\"><strong>Text:<\/strong><\/p>\n<blockquote id=\"aei-blockquote\"  lang=\"de\">\n<p>[402] [On the Tahitians:] Inniges Gef\u00fchl befl\u00fcgelt seine Worte; Bilder str\u00f6men hervor; zu k\u00f6stlich ist ihm ihm die Zeit, um jedesmal das Ding mit rechtem Namen zu nennen, welches eine Aehnlichkeit, ein Zug, ihm jetzt lebendig darstellt, und andern kenntlich machen kann; jede auszeichnende Eigenschaft eines Dings ist ihm die Sache selbst; so entsteht eine Art von Poesie, mit ihren Gem\u00e4lden, Gleichnissen, Metaphern und [403] Epitheten. Die Zuschauer erg\u00f6tzt dieser Auftritt; sie fangen an, bekannte Handlungen ihres einfachen Lebens durch Pantomimen auszudrucken, und diese Vorstellungen mit rohem, materiellen Scherz zu w\u00fcrzen. Je n\u00e4her und nat\u00fcrlicher jemand einen gewissen Zug nachzuahmen wei\u00df, je auffallender er den Miston oder das disproportionirliche dieser oder jener Handlungen und Charaktere angiebt, desto gr\u00f6\u00dfer ist das Vergn\u00fcgen aller derer die ihn h\u00f6ren. So wird das Drama, ein neuer Zeitvertreib, erfunden und immer mehr ausgebildet; ja sobald das Volk Geschmack an diesen K\u00fcnsten findet, so kehrt nat\u00fcrlicherweise, derjenige der es weit dahin brachte, seinen Kindern die Grunds\u00e4tze durch deren Anwendung er Beyfall erhielt, und durch deren Befolgung sie ihm nacheifern k\u00f6nnen. Dies ist also ein andrer Zweig der Erziehung, der bey den mehr gesitteten V\u00f6lkern der S\u00fcdl\u00e4nder statt findet. Ihre T\u00e4nze, ihre Musik, Dichtkunst und dramatische Vorstellungen haben jedoch noch keinen besondern Grad von Vollkommenheit erreicht; es sind nur noch die ersten rohen Anf\u00e4nge dieser K\u00fcnste, die aber eben darum weil sie noch roh und einfach sind, auch weit allgemeiner erlernt werden, als bey uns der Fall zu seyn pflegt. [&#8230;] Die Kunst, aus dem Stegereif Verse zu machen und sie zugleich abzusingen, ist allgemein. Ihre dramatischen Vorstellungen sind gemeiniglich dergleichen auf der Stelle erdachte Compositionen, oder ein Gemisch von Ges\u00e4ngen, T\u00e4nzen und Musik. Unser Welttheil hat also seine <i>Improvvisatori<\/i> nicht allein. [&#8230;]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[406] Die Taheitier pflegen, wie auch die Griechen ehemals thaten, ihre Verse stets singend zu recitiren. Diese kleinen Gedichte werden mehrentheils aus dem Stegereif gemacht; denn ihr Inhalt bezog sich \u00f6fters auf unsere Schiffe und Reisegef\u00e4hrten, und auf Begebenheiten, die sich w\u00e4hrend unseres Aufenthalts zugetragen hatten. Doch gab es auch Ges\u00e4nge die mit unserm Besuch nichts gemein hatten. Die Verse haben ein f\u00f6rmliches Silbenmaa\u00df, und beym Singen wird die Quantit\u00e4t ausgedruckt. Von den poetischen Sch\u00f6nheiten konnten wir nicht urtheilen, weil wir von ihrer Sprache zu wenig Kenntni\u00df besa\u00dfen, gleichwol bemerkten wir so viel, da\u00df in ihren Gedichten verschiedene Worte vorkommen, [407] die man sonst, im gemeinen Leben, nicht h\u00f6rte. [&#8230;]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[411] Wir haben keinen Einwohner jener Inseln an- [412] getroffen, der nicht sein Liedgen h\u00e4tte singen k\u00f6nnen; und sogar die Frauenspersonen die unsern Matrosen ihre Liebkosungen feil boten, sangen bey jeder Veranla\u00dfung, Verse ihrer eignen Erfindung, aus dem Stegereif.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"aei-one-line-down\"><strong>Notes:<\/strong><\/p>\n<div id=\"aei-blocktext\">\n&nbsp;\n    <\/div>\n<dl id=\"aei-dl-meta-unimportant\">\n<dt>Collected by:<\/dt>\n<dd> AE<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forster describes the Tahitians&#8217; poetic and artistic development, and mentions on several occasions that they commonly sing improvised poetry, especially to remark on current events and their company. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27,134],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/694"}],"collection":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=694"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2375,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/694\/revisions\/2375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/romanticimprov.utoronto.ca\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}